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Gut und Böse unterscheiden Menschen verhalten sich oft anders, als wir es von ihnen erwarten. Manche enttäuschen uns, andere überraschen uns mit ihrer Freundlichkeit. Gut und böse liegen nämlich in jedem Menschen. Es ist deshalb schwer zu erkennen, was ein anderer aus guter Absicht und was mit böser Absicht macht. Manchmal sieht nämlich eine Sache ziemlich böse oder gefährlich aus, aber sie entstand mit einer guten und richtigen Absicht. Und dann gibt es im Gegenteil Dinge, die sehen ziemlich harmlos und lieb aus, aber dahinter versteckt sich eine heimtückische Falle. Wenn wir die Absicht eines Menschen einschätzen wollen, hilft es nur, ihn gut zu beobachten und abzuklären, welche Folgen seine Entscheidungen nach sich ziehen. Dabei hilft uns das Beten. Wir bekommen vom Beten einen klaren Kopf. Wir stellen uns beim Beten auf die Seite des guten Gottes und beurteilen von dort aus das eigene Verhalten und das der anderen. So können wir uns der Unterscheidung zwischen Gut und Böse nähern. Jutta Bergmoser |
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Sakrament ist ein lateinisches Wort und heißt auf Deutsch: Heiliges Zeichen. Damit sind in der evangelischen Kirche zwei schöne Zeichen gemeint: die Taufe und das Abendmahl. Beide Zeichen zeigen etwas. Die Taufe zeigt die Liebe und den Schutz Gottes für alle Zeiten. Das tut sie mit Wasser und guten Segensworten. Das Abendmahl zeigt uns, dass Gott nie weg ist. Als Jesus mit seinen Jüngern Abendmahl feiert am Gründonnerstag, da sagt er: Das sollt ihr immer wieder tun, denn Brot und Wein zeigen euch die Nähe Gottes. Und genau das tun wir ja auch. Allerdings gibt es bei den beiden schönen Zeichen einen großen Unterschied: die Taufe erleben wir nur einmal und können uns später oft gar nicht daran erinnern, weil die meisten bei ihrer Taufe ja ganz klein waren. Das Abendmahl aber feiern wir, wann immer es geht – an vielen Orten, in vielen Kirchen. Die Taufe ist also leicht zu vergessen, das Abendmahl eigentlich nicht. Aber auch da gibt es eine wichtige Hilfe: Erstens sehen wir die Taufe ja an vielen anderen Kindern und können uns dann erinnern: So ähnlich war es bei mir auch. So hat Gott mich gesegnet und mir seinen Schutz versprochen. Und zweitens gibt es einen Tauftag, der im Kalender der Eltern eingetragen ist und nach dem ich fragen kann. Wann war eigentlich mein Tauftag? Wer war alles zu Gast? In welcher Kirche war meine Taufe? Wer das mal seine Eltern fragt, kann dann jedes Jahr wieder an den Tauftag denken, vielleicht eine Kerze anzünden und dafür danken, dass das Leben schön ist. Die Sakramente, die heiligen Zeichen Taufe und Abendmahl, sind uns allen von Jesus selbst gegeben worden. Darum sind sie heilig. Sie gehören zu Gott und Jesus. Seit zweitausend Jahren sagen sie immer wieder: Fürchte dich nicht. Du gehörst zu Gott. Nichts auf der Welt kann dich von Gott trennen. Michael Becker |
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