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Unsere Kirche – Unser Gottesdienst |
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Früher wurde im Gottesdienst manchmal lateinisch gesprochen. Daher kommen die Worte: Agnus Dei. Auf Deutsch heißen die Worte „Lamm Gottes“. Und damit ist natürlich Jesus gemeint. Jesus ist wie ein Lamm: unschuldig, ohne Macht und ganz rein. Und dieses Lamm haben die Menschen getötet. Sie haben es nicht ertragen, dass Jesus immer von Liebe sprach und den Menschen vergeben hat. Aber das Lamm Gottes blieb ja nicht tot. Es ist von Gott auferweckt worden. Jeden Sonntag sprechen und singen wir im Gottesdienst diese Geschichte. Und weil die Geschichte vom „Lamm Gottes“ so wichtig ist seit zweitausend Jahren, singen wir auch davon. Im Evangelischen Gesangbuch gibt es ein kleines Lied mit der Nummer 190, das wird bei jeder Abendmahlfeier gesungen.
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Es ist von Martin Luther gedichtet worden und hat drei kleine Verse. Die ersten beiden Verse sind völlig gleich. Da bitten wir Jesus, das Lamm Gottes, um Erbarmen, also um Verzeihung für alle Fehler, die man so begangen hat in der vergangenen Woche. Nur der dritte Vers ist ein bisschen anders. Der bittet und singt nämlich am Schluss: Gib uns deinen Frieden. Warum ist dieses Lied so wichtig? Warum ist die Bitte so wichtig, dass wir Frieden haben? Damit es uns gut geht im Leben. Und gut geht es uns nur, wenn wir Frieden haben. Wer einmal so richtig Streit hatte mit den Eltern oder mit Freunden, der weiß, was das bedeutet. Streit bedeutet, dass man sich dauernd ärgert und im schlimmsten Fall todtraurig im Bett herumwälzt. Das soll nicht sein. Darum hat Jesus allen geraten, doch bitte einander zu verzeihen, wann immer es geht. Ohne Verzeihen geht das Leben schief und man wird nur unglücklich. Darum ist es so wichtig, Jesus, das Lamm Gottes, immer wieder zu bitten: Erbarme dich unser, und gib uns deinen Frieden. Michael Becker |
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