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Jahreslosung 2008 Jesus Christus spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch leben! (Johannes 14,19) Sich dem Leben zuwenden mit allem, was es bereit hält und uns anbietet – das ist ein wunderbares Motto, das dem neuen Jahr 2008 vorangestellt wird. Das Leben selbst sucht sich sein Recht und seinen Weg. Es entwickelt sich in Fülle und Vielfalt und nimmt uns mit; es sind ja nicht wir, die wir uns für das Leben entscheiden, es ist das Leben selbst, das sich uns aussucht, dass wir es fühlen und genießen und leben dürfen eine geschenkte Spanne Zeit lang nach Gottes Willen. Wenn es einen Vorsatz gibt, der es verdient, das neue Jahr einzuleiten, dann ist es der, das Leben anzunehmen mit allem, was es für uns bereithält. Zugegeben, es ist oft kein Spaziergang, das Leben. Zuweilen ist schwer zu ertragen, womit es uns anfasst. Trennungen und Abschiede, körperliche und seelische Schmerzen, Verlassenheiten, das Spüren, dass Kräfte nachlassen, all das macht Leben nicht leicht. „Narren sind wir“, schreibt Luther sinngemäß, „die wir meinen, das Leben mit dem Streben nach Glück zu steigern und verkennen dabei, dass es erst im Leiden intensiv und wertvoll wird.“ Scheitern bedeutet, dass unser Bild von uns selbst zerbricht und einem größeren, anderen Bild von uns Raum gibt. |
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Das Jahresmotto überlässt das Leben nicht seinen Wechselfällen. Es bestimmt das Leben nicht als ein Auf und Ab, sondern richtet aus auf einen größeren Lebensraum, der Kraft, Richtung und Orientierung gibt, auch im Leiden und im Scheitern. Jesus – von ihm ist im Jahresmotto die Rede – sagt zu, dass sein den Tod überwindendes Leben der Grund ist, warum wir leben dürfen. Das Kreuz wird zum Lebensbaum. Die unzerstörbare Macht des geschenkten Lebens tritt an gegen die Angst, die ihre Kraft aus dem Sterben-Müssen nährt. Das Leben Christi verweist auf ein Leben, dem der Tod nur „Schlafes Bruder“ ist; wir dürfen leben. Tun wir ’s also nach Gottes Willen und in Christi Namen. Es ist uns geschenkt, dies Leben. Uwe Rieske |
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