Besinnung
Oktober/November 2007

Leben
vergänglich ist, dass wir selber es sind. Fallende Blätter: Zeiten, in denen der
Boden unter den Füßen weggerutscht ist, das Gefühl, nicht zu wissen, wie es
weitergehen soll. Ja, auch so ist der Herbst. Erinnerung an die schweren Zeiten,
daran, dass die bunten und hellen und warmen Tage vergänglich sind, Bedrohung,
dass mein Leben dunkel und kalt werden könnte.
Umso
erstaunlicher, wie Hilde Domin den Herbst beschreibt: „Es knospt unter den
Blättern. Das nennen sie Herbst." Hilde Domin macht darauf aufmerksam, dass in
der Vergänglichkeit schon neues Leben angelegt ist: Unter den fallenden Blättern
verbergen sich schon die Knospen, die sich im Frühjahr entfalten werden. Und
hinter der Zeit der Kälte und Dunkelheit taucht am Horizont schon der Frühling
mit neuer Wärme und neuem Licht auf. Das, was wird, braucht diese Zeit, das
Leben braucht Ruhe, um reifen und wachsen zu können und sich dann in seiner
ganzen Pracht zu entfalten. Manchmal ist es mit den dunklen kalten Zeiten
unseres Lebens genauso. Wenn wir die Richtung verloren haben und
orientierungslos geworden sind, brauchen wir oft eine Zeit der Ruhe, in der wir
Kraft schöpfen können und unserer Leben neu ordnen können.
nach Tina Willms
Herbst: Es knospt unter den Blättern …
Keine
andere Jahreszeit löst so gemischte Gefühle aus wie der Herbst: Die letzten
warmen Sonnenstrahlen, ihr weiches Licht, in dem die Welt sanfter aussieht;
die klare Luft, als habe jemand sie vom Staub frei gewischt.
Die
Bäume, ihr Laub, manchmal in fast unglaublichen Farben, sodass man gern ein
zweites Mal hinschaut. Aber
fast
immer mischt sich in dieses Genießen eine Wehmut hinein, und der Herbst
macht melancholisch und nachdenklich: Nicht mehr lange, dann werden die
Blätter fallen und die Bäume kahl und starr aussehen. Immer kürzer werden
die Tage und die Abende länger, und gleichzeitig wird es kalt und
ungemütlich. Wie keine andere
Jahreszeit erinnert der Herbst daran, dass die warmen und hellen und bunten
Zeiten vergänglich sind, dass das
Oktober/November 2007
Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage
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Als Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung haben Sonn- und
Feiertag Einzug ins deutsche
Grundgesetz gefunden. Der Rhythmus, alle sieben Tage frei zu haben,
ist nach christlichem Verständnis gute Schöpfungsordnung. Die EKD
startet zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
eine Initiative, Gott sei Dank - es ist Sonntag'. Der Vorsitzende
des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, erklärt warum: Der
Sonntag ist ein unentbehrliches Element unserer Sozialkultur. Wer
die Wertebasis unserer Gesellschaft stärken will, damit Würde und
Freiheit ihren Entfaltungsraum behalten, muss sorgsam mit den
Institutionen der Sozialkultur umgehen. Für Christen bewährt sich in
dieser Situation das biblische Gebot, den Feiertag zu heiligen.
Nachdem mit der Föderalismusreform die Zuständigkeit für Fragen der
Ladenöffnung auf die Bundesländer übergegangen ist, reagieren die
Bundesländer höchst unterschiedlich. Manche
Bundesländer sind gewillt, die bisher möglichen vier verkaufsoffenen
Sonntage pro Jahr beizubehalten oder zu reduzieren. Sie folgen damit
dem Verfassungsgebot, den Sonntag und die staatlich anerkannten
Feiertage als, Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung' zu
achten. Andere Bundesländer dagegen meinen, die Umsatzchancen des
Handels steigern zu können, indem sie die Zahl der verkaufsoffenen
Sonntage erweitern und dabei auch die Adventssonntage einbeziehen. Der besondere Schutz des Sonntags wird dadurch in sein Gegenteil
verkehrt. Ein solches Vorhaben nimmt den Menschen vorrangig als
Konsumenten wahr. Die Pflicht zum Schutz des Sonntags, die unsere
Verfassung dem Staat aufgibt, scheint dabei überhaupt nicht im
Bewusstsein zu sein Dem halten wir entgegen: Der Sonntag ist als Tag
des Gottesdienstes, der Muße und der Besinnung zu erhalten. ,Ohne
Sonntag gibt es nur noch Werktage' - dieser Satz, den wir als
evangelische Kirche vor wenigen Jahren in einer öffentlichen
Kampagne vertreten haben, gilt auch heute. Denn es geht beim
Sonntagsschutz um die Bewahrung einer wichtigen sozialen
Institution, um die kulturelle Qualität des Zusammenlebens, um den
Raum für die Freiheit der Religion. Eine Aushöhlung des
Sonntagsschutzes widerspricht klaren verfassungsrechtlichen
Vorgaben. Sie lässt sich keineswegs mit der Religionsneutralität des
Staates begründen. Eher drückt sich in einem solchen Verhalten eine
religiöse Parteinahme aus, wenn auch in antireligiöser Absicht. Der
Sonntag ist ein Symbol für die Würde und die Freiheit, die dem
Menschen von Gott her zukommen. Durch sie ist das Bild des Menschen
in unserer Gesellschaft grundsätzlich geprägt; dabei soll es auch
bleiben. Deshalb wollen wir den Sonntag als Tag des Gottesdienstes,
der Muße und der Besinnung erhalten. Wir laden alle ein, den Sonntag
mit dem Motto unserer Kampagne zu begrüßen: ,Gott sei Dank, es ist
Sonntag!'
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Chorprobe:
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donnerstags 19.30 Uhr im Gemeindehaus
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Posaunenchor:
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montags 20.00 Uhr
Anfänger & Neueinsteiger nach Absprache
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Hauskreis 1:
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an jedem 1. Dienstag im Monat
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Hauskreis 2:
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an jedem letzten Freitag im Monat (näheres im Gemeindebüro zu
erfahren)
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Gesprächskreis für junge Leute:
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dienstags 19 Uhr:
14-tägig
9. & 23. Oktober ; November noch offen
im Gemeindehaus
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Junge Gemeinde:
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donnerstags um 18.00 Uhr. Wir laden alle 14 bis 16-Jährigen ein.
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Christenlehre:
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1.&
2. Klasse:
donnerstags 16.00 Uhr
3.-
6. Klasse:
donnerstags 17.00 Uhr
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Vorschulkurs:
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Jeden 1. Dienstag im Monat 15.30 – 16.15 Uhr im ev. Kindergarten
Hinter der Mühle 5.
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Basteln & Töpfern:
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donnerstags 14.00 Uhr in
Marzahn-Nord
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Konfirmanden-
Unterricht:
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1.
Gruppe:
dienstags 16.00 Uhr
2.
Gruppe (06-08):
donnerstags 16.30 Uhr
jeweils in Alt-Marzahn
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Ökumen. Bibel- gesprächskreis:
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17. Oktober um 19.30 Uhr
in Marzahn-Nord
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Nachmittage der älteren Generation:
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mittwochs 14 Uhr: 17. Oktober
7. & 21. November
Der Seniorenkreis
richtet sich an alle Rentner, die Kraft und Lust haben,
gemeinschaftlich mit anderen bei Kaffee & Kuchen zu reden,
singen und zuzuhören Auf Wunsch wird ein Fahrdienst angeboten.
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Oktober/November 2007
An erster
Stelle ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit aller Mitarbeiterinnen im
vergangenen Kindergartenjahr. Nur durch die Freude an der Arbeit mit den
Kindern, die gute Zusammenarbeit im Team, mit den Eltern, mit den
verschiedensten Menschen aus der Kirchengemeinde, mit den Nachbarn und Förderern
des Kindergartens, konnte das letzte Jahr so erfolgreich werden.
Für das neue
Kindergartenjahr an alle Mitstreiter die besten Wünsche.
Ab August
2007 gibt es nun
vier Gruppen
in zwei
Häusern. Bis zum Ende des Jahres werden
zweiundzwanzig Kinder neu
aufgenommen. Wir begrüßen
neue
KollegInnen in unserem Team, Frau Raab und Frau Schnabl in den Gruppen, Herrn
Michael Schulz als neuen Zivi und Herrn Peukert für die unterstützende Arbeit im
Wirtschaftsbereich. Zur Zeit leben und arbeiten 12 MitarbeiterInnen und
55 Kinder,(ab Januar 2008, 59 Kinder), im Kindergarten. Wir freuen uns
auf eine gute Zusammenarbeit.
Im „Haupt“-Haus des Kindergartens hat sich einiges verändert.
Es wurden
dort Wände gestrichen, Möbel gekauft, Gardinen in Regenbogenfarben genäht,
umgeräumt, Bilder angehangen u.a.m. „Veränderung ist die einzige Konstante.“
Besuchen Sie uns doch einmal im Kindergarten. Wir zeigen Ihnen gern alle Räume.
Die Hasen
bekamen ein großes Freigehege. Da hinein bauten die größeren Kinder Höhlen und
Gänge zum Spielen für die Hasen. Das hoch interessante „Insektenhotel“, das wir
zur Hauseinweihung geschenkt bekamen, steht nun auf einem Beet im hinteren
Garten und bietet vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten.
Wir erinnern
an das Martinsfest am 11.11.2007 und an den Adventsmarkt
am 1. Advent.
Dafür sind
wir auf Ihre Unterstützung angewiesen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit
Ihnen. Bitte merken Sie sich diese wichtigen Termine vor und beachten die
Aushänge im Gemeindehaus und im Kindergarten.
Bleiben Sie
uns gewogen!
Im Namen der
Mitarbeiterinnen, Ihre Christiane Vogel
November
2007
Wer das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt.
Jakobus 4,17
Das Wort Sünde oder als Verb sündigen kommt uns in Bibel wie
Alltag ja recht häufig vor. Es wandelt sich auch in seiner Bedeutung vom Verstoß
gegen das Gottesgebot bis hin zum alltäglichen lässlichen kleinen Fehlverhalten.
Ich lese diesen Satz aus dem Jakobusbrief fast ein wenig wie eine Definition.
Die geht von zwei Voraussetzungen aus. Erstens: Ich weiß, was gut ist. Zweitens:
Ich bin mir im Klaren, was ich bewegen kann. Jakobus sieht lebendigen Glauben
immer aufs engste verbunden mit dem Tätigwerden. Deshalb sieht er das
Unterlassen dessen, was einem Menschen an Gutem zu tun möglich ist, als den Fall
wo der Mensch seiner Bestimmung vorsätzlich nicht gerecht wird. Das ist Sünde.
So erwächst uns aus dem Guten, das uns gesagt ist, Gott lieben und den Nächsten
wie auch sich selbst, die Aufgabe zu prüfen, welches Tun dieses Wissen von uns
im Leben erfordert. Dabei gilt es wohl zu unterscheiden was in unserer
bescheidenen Macht liegt und was nicht, andererseits auch zu bedenken, dass die
Summe der kleinen Schritte weite Wege bezwingt.
Thomas Kunz
Oktober 2007
Wer bemerkt seine eigenen Fehler? Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht
bewusst ist.
Psalm 19,13
Unwissenheit
schützt vor Strafe nicht, sagt ein volkstümlich formulierter Rechtsgrundsatz.
Das heißt, auch wenn mir nicht die Rechtswidrigkeit meines Tuns bewusst ist,
wird es dennoch vom Gesetzgeber geahndet. Wie oft aber werden wir auch ohne
Gesetzesbruch schuldig. Ein falsches Wort, eine unüberlegte Handlung und schon
haben wir einem Mitmenschen beleidigt, seine Seele verletzt, nicht vorsätzlich
sicherlich aber deswegen nicht weniger schmerzvoll und lang anhaltend. Das Gebot
der Nächstenliebe ist gebrochen. Eigentlich könnte ein Gott, der nach
Verdiensten richtet, jetzt strafen. Aber unser gnädiger Gott hat ein anderes
Rechtsverständnis. Er weiß um die Grenzen unserer Achtsamkeit, unsere
Leichtfertigkeit in Wort und Tun. Sein Grundsatz: das Tun vom Menschen trennen.
Und Gnade walten lassen. Deshalb darf der Psalmbeter sich auch berechtigt
Hoffnung machen: Freispruch für den, der sich nicht selbstbetrügerisch stets für
unschuldig hält.
Thomas Kunz