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RSSPrint

Losung vom 25. September 2022

Der HERR wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.
Psalm 121,3

Unser Herr Jesus Christus wird euch fest machen bis ans Ende.
1. Korinther 1,7-8

[© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine]
[Weitere Informationen finden Sie hier]

Gedanken zum Monatsspruch - September 2022

Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.
Buch Sirach 1,1

Liebe Leserin, lieber Leser,

Dieser Vers steht im Buch der Herrnhuter Losungen über dem Monat September. Weisheit bedeutet im Alten Testament die Fähigkeit zur Beobachtung, Einordnung und Bewältigung der unterschiedlichen erfahrbaren Erscheinungen und Aufgaben des Lebens.

Dazu gehören handwerkliche Fähigkeiten ebenso wie richterliche oder politische. Dabei geht es um Lebensweisheit, die sich an Gottes Schöpfungsordnung orientiert und zu einem daran ausgerichteten Verhalten anleitet. Wo Gott vergessen wird, geht auch die Weisheit verloren.

Gott unser Schöpfer erwartet aber unsere Liebe. Gott lieben bedeutet mit ihm zu leben und den Alltag zu teilen. Er erlaubt uns sogar die zärtliche Anrede „Abba“. Geschaffen zum Ebenbilde Gottes, sind wir als Menschen auf die persönliche Beziehung zu Gott angelegt, der uns liebt und uns  in Jesus Christus sein Angesicht zeigt. Wie sollen wir Gott entdecken, wenn wir - in der Sprache der Bibel geredet - sein Angesicht nie gesucht haben? Gott will mit uns reden und wünscht sich, dass wir mit ihm reden. Liebe drängt danach, sich auszusprechen. Sie möchte auch feiern, Gottesdienste und Feste des Lebens. Gott ist uns in Jesus Christus näher, als wir oft denken. Vielleicht erkennen wir es erst spät: Er, Christus war ja immer dabei, auch wenn ich es nicht erkennen konnte, wenn ich es nicht gesehen habe. Er war dabei und ging den Weg mit. Dann entdecken wir auch, dass wir Gott auch in unserem Mitmenschen begegnen, dem wir uns zuwenden und für den wir da sind

Ihr Pfarrer Dr. Joram Luttenberger

Stellenausschreibung: Haushaltssachbearbeiter*in (m/w/d)

Der evangelische Kirchenkreis Lichenberg-Oberspreesucht sucht ab sofort zwei Haushaltssachbearbeitende im KVA Berlin Süd-Ost, ggfs. mit steuerlichem oder bilanzbuchhalterischem Hintergrund in Vollzeit, unbefristet und mit einer Entgeltgruppe bis zur EG 9 TV-EKBO.
Wenn Sie über die normale Geschäftsbuchhaltung hinaus, Lust auf Haushaltsplanerstellung, Jahresabschlüsse und Schlussbilanzen haben und unsere Kirchgemeinden vollumfassend mit ggfs. vorhandenen Kitas und Friedhöfen sowie mit ihren Bauprojekten finanziell betreuen wollen und es dabei verstehen, das Kirchliche Finanzmanagement mit seinen umfassenden Gesetzlichkeiten zu durchdringen, so würden wir uns über Ihre Bewerbung sehr freuen.
Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie hinter disem  LINK oder auf der EKBO und EKD-Stellenbörse.

Offene Dorfkirche

Auch und ganz besonders in diesem Jahr, in dem wir das 150. Jubiläum unserer Dorfkirche feiern, wollen wir sie wieder sonntags von 14.00 bis 16.00 für Besucher öffnen.
Natürlich müssen wir weiterhin die „AHA“-Regeln einhalten.
Wir hoffen und freuen uns auf gute Begegnungen und danken allen, die sie ermöglichen.

Pfingsten - heue noch ein Wunder?

Mit einem ganz persönlichen Blick schaue ich, geboren 1941 in Ostpreußen, auf die politischen Geschehnisse der Gegenwart und auf das Pfingstwunder. Am 21. Februar 1945 mit meiner schwangeren Mutter
geflüchtet, Hab und Gut zurücklassend, waren wir von einem Moment auf den anderen heimatlos, wie jetzt so viele. Traumatisiert und nicht wissend, was gerade mit ihnen geschieht, spiegelt sich in den Augen der vielen ukrainischen Kinder mein eigenes Schicksal wider. Entwurzelt und ängstlich, in den Ohren das Geheul der Sirenen, so war auch ich um Jahre meiner Kindheit betrogen. Gebrandmarkt als Flüchtlinge, „die aus dem Osten“, waren Wir damals den eigenen Landsleuten nicht gerade willkommen.

Ganz anders erlebten wir es in einer vom Krieg nicht verschont gebliebenen Kirchgemeinde. Angenommen so wie wir waren, erfuhren wir Wärme und Zuwendung. Hier erlebten wir, was es heißt „Einer trage des anderen Last“. In dem Lied von Manfred Siebald „Ein jeder trage die Last des anderen“ heißt es in einer Strophe: „...auch der Schwächste kann tragen, was andere bedrückt, wenn er selbst sich von Gott tragen lässt“.
Deshalb hat Pfingsten eine ganz tiefe Bedeutung für mich. Pfingsten — Geburtsstunde der Gemeinde Jesu, beschenkt mit Gottes heiligem Geist, der bis heute Menschen fähig macht, Jesu Botschafter zu sein.
Was würde sich in unseren Gemeinden und Kirchen ändern, wenn wir der Liebe, die Jesus uns vorgelebt hat, ein Zuhause gäben?

Rituale

Neue Rituale während der Pandemie – Ein Bericht von Ricarda Creutz

In den letzten Wochen und Monaten gab es immer wieder Veränderungen, sowohl im Arbeitsleben als auch im privaten Sein. Vieles wurde eingeschränkt, manches verboten, aber ich habe auch einiges Neues entdeckt. Neues in der Natur, in meiner unmittelbaren Umgebung, ja auch an mir selbst.
Seit einem Jahr arbeite ich im Homeoffice. Die Fahrtzeit, die ich dadurch am Morgen und am späten Nachmittag einspare, habe ich genutzt, neue Rezepte, mir unbekannte Zutaten oder auch Back- bzw. Kochtechniken auszuprobieren. Ich habe viel Freude dabei empfunden. So ist für mich ein neues (Feierabend) Ritual entstanden.
Was ist ein Ritual und warum tun uns Rituale so gut? Rituale können Handlungen sein, die einfach nur Orientierung geben, oder auf etwas hinweisen. Rituale sind gemeinschaftsbildend. Sie bewahren Erinnerungen und sorgen dafür, dass bestimmte Einsichten oder auch Ansichten nicht verloren gehen. Rituale sind Handlungen, die einen Raum eröffnen, mit dem Heiligen berührt zu werden. Gemeinsame Rituale stärken den Zusammenhalt.

Rituale können Handlungen sein, die einfach nur Orientierung geben, oder auf etwas hinweisen. Rituale sind gemeinschaftsbildend. Sie bewahren Erinnerungen und sorgen dafür, dass bestimmte Einsichten oder auch Ansichten nicht verloren gehen. Rituale sind Handlungen, die einen Raum eröffnen, mit dem Heiligen berührt zu werden. Gemeinsame Rituale stärken den Zusammenhalt.

Jedes Ritual hat seine eigene Zeit. Der regelmäßige Vollzug eines Rituals bindet sich an einen bestimmten Zeitpunkt. Rituale ordnen das Alltagsleben und ziehen eine Grenze zum Alltäglichen, sie konzentrieren und fokussieren. Sie sind nicht das Alltagsleben! - Sie sind etwas Besonderes. Rituale strukturieren den Tagesablauf und spiegeln Geborgenheit und Verlässlichkeit wider.
In der Wiederholung der Rituale kommt Tiefe zum Ausdruck, wir finden Zeit füreinander, lernen uns auf eine andere Weise kennen, bilden Vertrauen. Hier wächst Gemeinschaft auch in besonderen Zeiten. Während des Rituals geben wir uns Zeit, Zeit der Wahrnehmung, gegenseitiger Achtung und Fürsorge. Wir schaffen Räume im häuslichen Alltag, in der Familie oder im gesellschaftlichen Umfeld, in der Gemeinde. Wir gestalten unseren Alltag nicht allein, sondern legen ihn in Gottes Hand. Wir lassen uns berühren durch Gottes Nähe und versammeln uns gemeinsam unter Gottes Wort, hoffen auf Gottes Geist, um Frieden zu finden, gesegnet zu werden und einander Mut und Zuversicht weiterzugeben.
Beim Ritual geht es um das Sichtbarmachen einer tieferen, symbolischen Bedeutung. Dies geschieht besonders durch wiederkehrende Handlungen, gleiche Orte, vertraute Rhythmen.

Matthäus 18, Vers 20 - Jesus spricht: Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Ich lade Sie herzlich ein, mein neues Ritual mit mir zu teilen:
Hier finden Sie ein aktuelles Rezept zum Nachmachen - Spargel-Eier-Quiche (als PDF)
Ich wünsche gutes Gelingen!

Letzte Änderung am: 05.09.2022