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Losung vom 15. Juli 2020

In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.
Sprüche 19,21

So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen habt untereinander beharrliche Liebe.
1. Petrus 4,7-8

[© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine]
[Weitere Informationen finden Sie hier]

aktuelle Stellenausschreibung: Erzieher*in (m/w/d)

Für unseren Evangelischen Kindergarten suchen wir eine staatlich anerkannte Erzieherin (w/m/d) mit einem Stellenumfang von 77% / 30 Wochenstunden.

Wenn Sie gerne in einem familiären kleinen Kindergarten in einer dörflichen Umgebung mit Tieren und einem Erntegarten arbeiten möchten und viele Feste feiern und Ihnen die Religionspädagogik am Herzen liegt, dann sind Sie bei uns genau richtig.

Wir freuen uns auf Sie, wenn Sie:

• engagiert, motiviert und kreativ, kommunikativ, organisiert und einfühlsam sind
• liebe- und verständnisvoll im Umgang mit Menschen, Tieren und Pflanzen sind
• teamfähig, kooperierend und wertschätzend in der Vermittlung christlicher Inhalte sind
• Facherzieherin für Integration sind, oder werden möchten
• mit Interesse an Weiterbildungen in der Arbeit mit/ an unserem Qualitätsmanagement, dem Berliner Bildungsprogramm und der Integrationsarbeit sind
• flexibel und selbständig in der Arbeitsweise und partnerschaftsfähig in der Arbeit mit den Kindern, Eltern und Kolleginnen sind
• der Evangelischen Kirche oder einer Kirche der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) angehören.

Wir bieten Ihnen:
• 77% RAZ / 30 Wochenstunden
• Arbeit mit Kindern in 4 altershomogenen, halboffenen Gruppen mit kleiner Altersmischung von 1- 6 Jahren
• engagierte und einsatzfreudige Eltern
• einen sehr verständnisvollen und unterstützenden Träger
• viele Möglichkeiten im Freien zu arbeiten
• eine verantwortungsvolle Aufgabe in einem aufgeschlossenen, sich gegenseitig unterstützendem Team
• gute Verkehrsanbindung
• Eine tarifliche Vergütung (TV-EKBO-SuE) mit betrieblicher Altersvorsorge und Einmalzahlung

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann senden Sie uns bitte bis zum 17.07.2020 Ihre Bewerbungsunterlagen zu.

Evangelischer Kindergarten  Hinter der Mühle 5  in 12685 Berlin.
oder per Email an: leitung(at)kindergarten-marzahn.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Frau Lerche (Kita-Leiterin),
oder Frau Kunz (stellv. Kita- Leiterin) unter 030 -8574866431.

Corona-Seelsorgetelefon

Das Corona-Seelsorgetelefon ist täglich von 8 bis 18 Uhr unter 030-403665885 erreichbar.

Weitere Auskünfte unter www.notfallseelsorge-berlin.de/corona-seelsorge

Zeitung "die Kirche" kostenlos

Menschen, die nicht die digitalen Möglichkeiten haben, sich zu informieren oder auch andere Angebote der Kirchen in der Verkündigung zu nutzen bietet der Herausgeben der Wochenzeitung "die Kirche" diese für den Zeitraum der Kirchenschließungen kostenlos an. Rufen Sie uns an: 030 - 28 87 48 17

christliche Zeitschriften kostenlos

Auch der SCM Bundes-Verlag gGmbH stellt die digitalen Ausgaben seiner Zeitschriften für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei zur Verfügung stehen. Dabei sind: Family FIPS, KLÄX, Teensmag, DRAN, Family, FamilyNEXT, JOYCE, MOVO, AUFATMEN, LebensLauf, Faszination Bibel, lebenslust, 3E und P&S

150 Jahr Dorchkirche Marzahn

Im kommenden Jahr wird unsere neogotische Dorfkirche 150 Jahre alt. Am 4.9.1871 wurde sie auf dem Dorfanger von Alt – Marzahn feierlich eingeweiht. Es ist ein Grund zur Freude, dass sie so gut erhalten ist und neben Gottesdiensten im Sommer wie im Winter vielfältig genutzt wird.

So wollen wir ihr Jubiläum im nächsten Jahr würdigen und fragen: Wer hat Lust sich mit Ideen für diese Festlichkeit einzubringen? Wer hat alte Fotos oder Material über die Kirche für eine Ausstellung? Wir wollen im September mit den Vorbereitungen beginnen.

Anfragen / Ideen bitte über Fam. Huhn und Pfr. Dr. Luttenberger

Alt-Text für das Bild
Bitte um “zeitnahe” Spende - wie oben zu lesen ist, feiert unsere Dorfkirche im nächsten Jahr ein Jubiläum. Dazu soll die Jubilarin äußerlich ein wenig hübsch gemacht werden. Ein Verschönerungsobjekt ist das Ziffernblatt der Turmuhr. 1895/96 angeschafft ist sie ein wenig jünger als unsere Kirche, hat also 2021 auch ein kleines Jubiläum. Aber die Zeit hinterlässt Spuren. So hat das Ziffernblatt in den letzten Jahren gelitten. Farbschichten sind abgeblättert und die Lesbarkeit ist beeinträchtigt. Deshalb soll es samt Zeiger erneuert bzw. überholt werden.

Erste Kostenschätzungen ergaben einen Betrag von knapp 4.000 €. Wem das Äußere unserer Kirche am Herzen liegt oder wer die Vergänglichkeit des Zeitmessers etwas aufhalten möchte, kann sich gerne “zeitnah” finanziell in Form einer Spende an der Wiederherstellung des Ziffernblattes beteiligen.
Eine Spende kann im Gemeindebüro abgegeben oder überwiesen werden. Die Bankverbindung lautet:

Empfänger: Ev. Kirchenkreis Lichtenberg/Oberspree
IBAN: DE 63 1005 0000 0190 6897 65

Als Verwendungszweck ist anzugeben: RT 116  Spende Turmuhr
Die Kirchengemeinde kann Spendenbescheinigungen für die Einkommensteuererklärung ausstellen.

Ein gesegnetes Pfingstfest

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den heiligen Geist!
(Joh 20,21f.)

Alt-Text für das Bild
Liebe Gemeindemitglieder. Die Ausgießung des Heiligen Geistes macht die Osterbotschaft in der Welt erfahrbar und ist der Geburtstag der Kirche. Pfingsten - pentekoste - der 50ste Tag - schon mit seinem Namen weist Pfingsten zurück auf Ostern. Hatte die zwölf Jünger nach Karfreitag der Mut verlassen, hatten sie sich treulos und ängstlich verhalten, die Türen hinter sich verschlossen, sagt Jesus ihnen seinen Frieden zu. Der Auferstandene kommt zu ihnen durch verschlossene Türen, auch durch verschlossene Türen des Herzens.

Den Frieden, den nur Jesus Christus bringt, müssen sie erfahren, um so die‚ volle innere Ruhe zu gewinnen‘ (Rudolf Bultmann). Mit seinem Frieden kommt die Freude. Unproblematisch ist die Lage der Gemeinde in der Welt noch immer nicht. Doch wir können die Türen getrost aufschließen, denn der Friede Christi, der alles menschliche Begreifen übersteigt, ist seiner Gemeinde gegeben. Durch den Heiligen Geist will Christus nun wirksam werden. So ist er gegenwärtig. Wir können den Heiligen Geist nicht sehen, aber wir dürfen seine Kraft erfahren, ihn an seinen Wirkungen erkennen. Die Kirche lebt in der Osterfreude. Wenn Gott seinen Geist jeder und jedem in der Gemeinde gibt, dann wird alles Trennende überwunden wird (Gal 3,28).
In einer Betrachtung zu Pfingsten schreibt Dietrich Bonhoeffer:
„Heilen, leiten, trösten (Jesaja 57, 18) – das ist Gottes Tun an Pfingsten. Gott sieht unsere Wege an; es ist Gnade, wenn er das tut; er kann uns auch unsrer Wege gehen lassen, ohne sie anzusehen. Aber er hat sie angesehen – und er sah uns verwundet, verirrt, verängstigt. Nun ist er dabei uns zu heilen. … Erinnerungen quälen uns nicht mehr, alle Schmerzen versinken ins Nichts, in Vergessenheit, wie in der Nähe eines geliebten Menschen. Gott ist uns näher als das Vergangene. Gott will uns leiten. Nicht alle Wege der Menschen sind Gottes Führung; wir können oft lange auf eigenen Wegen gehen; auf ihnen sind wir ein Spielball des Zufalls, ob er uns Glück oder Unglück bringt. Die eigenen Wege führen im Kreise immer zu uns selbst zurück. Gottes Wege führen zu Gott. Gott leitet uns durch Glück und Unglück immer nur zu Gott.
Daran erkennen wir Gottes Wege. Gott will uns trösten. Gott tröstet nur, wenn Grund genug dafür vorhanden ist, wenn Menschen nicht ein noch aus wissen, wenn die Sinnlosigkeit des Lebens sie ängstigt. Die Welt, wie sie in Wirklichkeit ist, macht uns immer Angst. Aber wer getröstet wird, sieht und hat mehr als die Welt, er hat das Leben mit Gott. Nichts ist zerstört, verloren, sinnlos, wenn Gott tröstet. …Wie heilt, wie leitet, wie tröstet Gott? Allein dadurch, daß er eine Stimme in uns gibt, die sagt, betet, ruft, schreit: »lieber Vater« (Galater 4, 6)! Das ist der Heilige Geist, das ist Pfingsten.“
(Quelle: Konspiration und Haft 1940-1945, DBW Band 16, Seite 651f.)



Wir dürfen in dieser bewegte Zeit das Pfingstfest als Ermutigung feiern und erfahren. Eine Ermutigung, die uns durch Gottes Geist geschenkt wird, die uns die Türen der Kirche offen halten und uns den Frieden Christi verkündigen lässt. Pfingsten macht uns immer wieder neu bewusst, dass Jesus die Situation verändert, indem er in unsere Mitte tritt. Es geht um einen Frieden, der mit einer Person verbunden ist „meinen Frieden gebe ich euch“, sagt er. Hier ist ein Friede gemeint und angeboten, der durch nichts mehr gestört werden kann, weil er seinen Grund nicht in dieser Welt hat. Ein Friede, der Bestand hat, „wenn gleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken“ (Ps. 46,3).

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest und Schalom
Ihr Pfarrer Dr. Joram Luttenberger

75. Jahrestag - Ende des 2. Weltkrieges 8. Mai 1945

Aus diesem Anlass findet am 08. Mai 2020 um 18.00 Uhr eine Andacht in der Dorfkirche Marzahn statt.

Liebe Gemeindemitglieder,

Zum 75. Mal jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges. Gerade in dieser besonderen Zeit, vor die wir weltweit gestellt sind, gilt es diesen Tag bewusst zu bedenken.
Richard von Weizäcker, der 2015 verstorbene Bundespräsident, war als Wehrmachtssoldat selbst im Krieg und hat in diesem seinen Bruder verloren. Gerade auch darum erinnert er in seiner weltweit beachteten Rede zum 08. Mai 1985 daran: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung…wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte. Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen.“ ...

Ja, der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung, der Befreiung von einer menschenverachtenden atheistischen Ideologie, die zu einem unvorstellbaren Völkermord führte, einem Krieg, der Sterben an den Fronten, Flucht, Vertreibung, Vergewaltigung und Tod auf beiden Seiten brachte. Der 8. Mai ist kein „Feiertag“, er ist ein Gedenktag, ein Tag, der zur Versöhnung aufruft. Versöhnung geschieht durch Vergebung der Schuld, die wir einander bekennen, als Einzelne und als Völker. Vergebung im Zeichen des Kreuzes Jesu. Das Zeichen dafür, dass sich Gott in unsere Hände gibt und den Schrecken der menschlichen Geschichte mit uns trägt. Wer das Bedenken durchlebter Geschichte vergisst, verfehlt im Heute die Zukunft (H.W. Wolff).
Im 5. Buch Mose, dem Deuteronomium, stehen eindrückliche Sätze:
12 Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst 13 und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt, 14 dann hüte dich, daß dein Herz sich nicht überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergißt, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft, 15 und dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, … 17 Du könntest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen.
18 Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen … 19 Wirst du aber den HERRN, deinen Gott, vergessen und andern Göttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich euch heute, daß ihr umkommen werdet.“ Aus Kapitel 8,12-19
Wer das Bedenken durchlebter Geschichte vergisst, verfehlt im Heute die Zukunft! Die Bibel weiß um ein noch größeres Vergessen, die Gottesvergessenheit. Gern genommen und doch schnell vergessen: Gottes ausgestreckte Hand. Gern genommen und schnell vergessen: Gottes Zeichen und Wunder als er den Weg in die Freiheit ermöglichte und zeigte. Ein Volk leidet an Gottvergessenheit und Gottvergessenheit macht kleinmütig und unzufrieden. Da geht der letzte Halt verloren. Ein Volk verliert die Orientierung.
Die Bibel setzt gegen jede Gottesvergessenheit einen Dreiklang. Den Dreiklang aus Gottesfurcht, Gottvertrauen und Gotteslob.
Gottesfurcht, weil sie bezeugt, dass wir uns vor Gott als unserem Schöpfer verantworten müssen, dass er Recht aus seinen Geboten sprechen wird und darum die Mörder nicht über ihre Opfer triumphieren werden.
Gottvertrauen, weil er seine Verheißung auf diese Erde gelegt hat: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Und das gilt, obwohl das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist, von Jugend auf. Wenn wir Nachrichten hören, tun sich immer wieder neu Abgründe an Bosheit auf, die wir nicht mehr für möglich gehalten hatten. Wachet! Dazu ruft Jesus Christus darum auf. Es ist tröstlich, dass Gott seine Verheißung gegeben hat und ihr treu bleibt. Darum kann das dritte das Gotteslob sein, denn Gott ist in Christus unser Bruder geworden. Er ist auf unserer Seite und wir haben in ihm Vergebung und neues Leben.

Ich wünsche Gottes Segen und viel Zuversicht
Ihr Pfarrer Joram Luttenberger

Musikalisch wirken mit:
Susanne Herzog (Violine)
Julia Herzog (Flöte)
Thomas Herzog (Oboe)
Hartmut Angermüller (Orgel)

der Gemeindekirchenrat (GKR) - das Jahr 2019 im Überblick

Liebe Mitglieder der Kirchengemeinde Berlin-Marzahn,

eigentlich war für den 29.03.2020 die jährliche Gemeindeversammlung geplant. Aufgrund der Regelungen der Berliner Eindämmungsverordnung zur Verhinderung der Coronaviren-Pandemie musste diese aber auf einen späteren und noch nicht feststehenden Zeitpunkt verschoben werden. Um Ihnen bis dahin aber schon jetzt einen Eindruck zu geben, welche Themen uns im vergangenen Jahr im Gemeindekirchenrat (GKR) beschäftigt haben, hier ein kurzer Überblick.

Im Wesentlichen war das Jahr 2019 von zwei großen Ereignissen geprägt. Zum einen mussten wir im ersten Drittel des Jahres die Nachricht aufnehmen, dass sich unser Pfarrer Herr Lucas Ludewig nach seinem Entsendungsdienst entschieden hatte, eine Pfarrstelle in einer anderen Gemeinde anzutreten. Obwohl wir als GKR bereits frühzeitig gemeinsam mit den Schwestern und Brüdern aus Marzahn-Nord die Ausschreibung der Pfarrstelle in Angriff genommen hatten, mussten wir Pfarrer Ludewig im August 2019 in einem schönen und würdevollen Gottesdienst zusammen mit unserem Superintendenten Herrn Furian verabschieden, ohne die Stelle neu besetzt zu haben.
Die Zeit der Vakanz mit der Gemeindepädagogin Frau Bossauer, die als Vakanzvertreterin berufen wurde, brachte die Gelegenheit, mit viel Engagement und Kreativität vieler Gemeindemitglieder die Gottesdienste und die übrigen Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen. Von dieser Stelle daher noch einmal einen recht herzlichen Dank an Alle, die sich hier eingebracht haben und das Gemeindeleben so unterstützten. Besonders aber Dank an Frau Bossauer, die in dieser Zeit wirklich Überobligatorisches geleistet hat. Wie aber bereits bekannt ist, konnten wir nach wenigen Monaten Herrn Dr. Luttenberger für die freie Pfarrstelle gewinnen und er unterstützte uns sogar bereits im Dezember 2019, obwohl er zu dieser Zeit genug Verpflichtungen in seinen „alten“ Gemeinden hatte, aus denen er zu uns kam.
Zum anderen wurde auch der GKR in 2019 zum Teil neu gewählt und die Vorbereitung und Durchführung der GKR-Wahl hielt uns quasi fast das ganze Jahr lang in Atem. Über den Ausgang der Wahl wurde bereits berichtet.
Unterjährig befassten wir uns im GKR neben dem „alltäglichen“ Dingen, die in einer Gemeinde entschieden werden müssen (wie Personal- und Budgetfragen) auch mit der Frage der Entwicklung und Zukunft der Gemeinde. Anlass war unter anderem auch die Studie der Evangelischen und Katholischen Kirche zur Entwicklung der Gemeindemitgliederzahlen bis 2040. Aus dieser Untersuchung ergibt sich gerade für die Gebiete der neuen Bundesländer, dass in den nächsten zwanzig Jahren mit einer Halbierung der Gemeindemitgliederzahlen zu rechnen sei. Dies im Wesentlichen deshalb, weil vor allem jüngere Mitglieder aus der Kirche austreten oder erst gar nicht gewonnen werden können. Aus einer besorgten Mitteilung unseres Superintendenten Herrn Furian vom Anfang dieses Jahres geht hervor, dass derzeit 80 % der Kinder unserer eigenen Gemeindemitglieder nicht mehr getauft werden. Hier muss also kurzfristig gehandelt werden, um verlorenes Vertrauen in uns als Kirche und die Botschaft Gottes zurück zu gewinnen.
Daneben darf aber nicht übersehen werden, dass in der näheren Zukunft besonders auch die älteren Gemeindemitglieder Aufmerksamkeit und Zuwendung erfahren müssen. Die demografische Entwicklung im Gemeindegebiet weist einen überproportionalen Anstieg gerade der über 60 Jährigen und besonders der über 80 Jährigen aus. Wir werden als Bezirk Marzahn-Hellersdorf zukünftig der Berliner Bezirk mit dem meisten über 80-Jährigen sein. Wie ich oft beobachten kann, ist das am häufigsten auftretende Problem älterer Menschen die Mobilität. Es wäre schade, wenn sich Gemeindemitglieder aufgrund mangelnder Mobilität nicht mehr in das Gemeindeleben einbringen könnten und allein zu Hause sitzen müssten. Der mögliche Verlust an Lebenserfahrungen und Wissen, an Lebendigkeit und Freude, die jedes einzelne Gemeindemitglied einbringt, rechtfertigt es, hier gute Lösungen zu suchen, auch unter dem Einsatz finanzieller Mittel.
Weitere Themen, wie die alljährliche Statistik oder die erfolgreiche aber arbeitsintensive Durchführung von Sommer- und Erntefest, des Adventsmarkts, die Neueinführung eines Brunches und vieles mehr, wären Themen, die noch in der Gemeindeversammlung zu besprechen wären.
Bis dahin wünscht der Gemeindekirchenrat allen Schwestern und Brüdern eine hoffentlich gesunde und fröhliche Zeit und allzeit Gottes Segen.

Liebe Grüße
Stephan Richter

„Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“

Liebe Gemeindemitglieder,

„Der Herr ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“,

so begrüßen sich Christen in aller Welt seit Jesu Auferweckung zu Ostern. Dieser Gruß ist nicht nur Vergewisserung, sondern zugleich Bekenntnis zum Handeln Gottes an dieser Welt in seinem Sohn Jesus Christus. In seiner Betrachtung zu Ostern 1940 schreibt Dietrich Bonhoeffer: ...

„Die Auferstehung Jesu Christi ist Gottes Ja zu Christus und seinem genugtuenden Werk. Das Kreuz war das Ende, der Tod des Sohnes Gottes, Fluch und Gericht über alles Fleisch. Wäre das Kreuz das letzte Wort über Jesus, dann wäre die Welt in Tod und Verdammnis ohne Hoffnung verloren, dann hätte die Welt über Gott den Sieg davongetragen. Aber Gott, der allein für uns das Heil vollbrachte, – ‚aber das alles von Gott‘ – 2. Kor. 5, 18 – erweckte Christus von den Toten. Das war der neue Anfang, der dem Ende als Wunder von oben folgte, nicht wie der Frühling nach festem Gesetz, sondern aus unvergleichlicher Freiheit und Macht Gottes, die den Tod zerbricht…Die Auferstehung Jesu Christi ist Gottes Ja zur Kreatur. Nicht Zerstörung, sondern Neuschöng der Leiblichkeit geschieht hier... In der Auferstehung erkennen wir, daß Gott die Erde nicht preisgegeben, sondern sich zurückerobert hat. Er hat ihr eine neue Zukunft, eine neue Verheißung gegeben. Dieselbe Erde, die Gott schuf, trug den Sohn Gottes und sein Kreuz, und auf dieser Erde erschien der Auferstandene den Seinen, und zu dieser Erde wird Christus am letzten Tage wiederkommen. Wer die Auferstehung Christi gläubig bejaht, der kann nicht mehr weltflüchtig werden, er kann aber auch nicht mehr der Welt verfallen, denn er hat mitten in der alten Schöpfung die neue Schöpfung Gottes erkannt.“
Quelle: Dietrich Bonhoeffer Werke, Band 16: Konspiration und Haft 1940-1945, hrsg. von Jørgen Glenthøj, Gütersloh 1996

Wenn wir Ostern in diesem Jahr in so ganz anderer Weise feiern müssen, dann darf uns dies trösten und ermutigen für die kommende Zeit, die vor uns liegt: Christus, der auferstandene Herr, ist in seiner verborgenen Herrlichkeit bei seiner Gemeinde und lässt sich durch das göttliche Wort vor aller Welt bezeugen. In ihm sind wir gehalten und geborgen, was immer auch kommen mag.
Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer Dr. Joram Luttenberger

Worte des Bischofs

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

die Ausbreitung des Corona-Virus ist beängstigend. Sie fordert uns heraus. Viele Maßnahmen werden dieser Tage ergriffen, wir versuchen uns und unsere Mitmenschen so gut es geht zu schützen. Geschäfte werden geschlossen, Zusammenkünfte verboten, ja, wir müssen Gottesdienste absagen. Das ist schmerzhaft, macht Sorge, war so auch noch nie da. Aber es ist richtig. Die Gesundheit der Menschen, gerade auch derer, die durch das Virus besonders verwundbar sind, geht immer vor. Wir wollen, ich will achtsam sein, gerade für die Menschen, die uns jetzt brauchen. Die so schnell aus dem Blick geraten, schauen wir gerade auch auf sie!
Gott erspart uns nicht alle Bedrängnisse des Lebens. Aber er hat uns verheißen, bei uns zu sein. Ich vertraue darauf, dass Gott uns trägt. ...

Dieses Vertrauen schenkt uns Gott. In Unsicherheit und Ängsten, in Kranksein und auch im Sterben bleibt er. Hält mit uns aus. Und hält uns fest bei sich.
Für mich ist das Beten Hilfe und Kraftort. Hier kann ich meine Sorgen vor Gott bringen. Hier kann ich aussprechen, was mich bewegt an Zweifeln, Fragen, Ängsten, an Dank und Liebe. Es ist der Ort, der ohne physische Berührung mein Herz berührt. Beten ist für mich der Pulsschlag des Glaubens, gerade jetzt.
Ich möchte Ihnen sagen, dass ich von nun an diese Tage jeden Mittag um 12.00 Uhr ins Gebet gehen will. Ein paar Worte zu Gott, unbedingt die Bitte für die, die krank sind und alle, die sie pflegen, ein Vaterunser, eine Bitte um Segen. Von nun jeden Tag immer um 12.00 Uhr. Ich lade Sie ein, mit in dieses Gebet zu gehen, wo immer Sie gerade sind: https://www.ekbo.de/livestream
Gott bleibt, bleiben Sie behütet!
Ich grüße Sie herzlich, Ihr Christian Stäblein
18.03.2020

RSSPrint

Letzte Änderung am: 13.07.2020